(08.04.09 / ch) So ist Anegada. Diese Insel gehört auch zu den British Virgin Islands, liegt aber etwas ab vom Schuss und ist im Gegensatz zu allen den Vulkanhügeln flach wie ne Hühnerbrust.
Der höchste Punkt der Insel ist angeblich 12 Meter über dem Meeresspiegel und wahrscheinlich eine einzelne Düne oder eine der Kirche. Ansonsten besteht die Insel eigentlich nur aus Sand, ist also vielmehr ein einziger Strand. Und mehr als am Strandliegen kann man hier auch nicht machen. Aber nach zehn Tagen Regatta und dem Zusammensein mit elf englischen, nonstop plappernden Menschen ist die Ruhe hier eine Wohltat. Vorgestern sind wir mit der Fähre von Tortola gekommen und fahren heute Nachmittag wieder zurück (die Fähre fährt eh nur alle zwei Tage).
Wir sind in einem netten kleinen Hotel, mit Blick auf das Meer der Segelboote, die hier ankern, um abends Lobster zu essen. Gestern haben wir uns eine Vespa geliehen und sind einmal über die Insel gefahren. Wie immer sind wir jede einzelne Straße abgefahren, haben uns die Iguana (so was wie Leguane) Zuchtstation und den Friedhof der Conchmuscheln, die die Fischer hier jeden Tag aus dem Meer holen, angeguckt, bevor wir einen halben Tag völlig ohne Regen und böse Wolken am Strand verbracht haben. An der Bräune unserer Bäuche müssen wir ja noch ein bisschen arbeiten.
Auf der Insel leben ungefähr 200 Menschen, dazu kommen noch mal genauso viele Urlauber und Segler. Verteilt auf 80 Quadratkilometer ist das natürlich nicht viel. Aber es gibt eh nur eine richtige Straße und eine schöne Schotterpiste, zehn Restaurants und eine Tankstelle. Wie ist es wohl für die Leute, die hier immer wohnen, mal zwei Tage in Berlin Mitte zu verbringen?Morgen werden wir dann unsere Sachen organisieren, so dass wir nachmittags auslaufen können, um die Shamrock nach Antigua zu überführen. Naja, mit einem kurzen Zwischenstopp auf St. Kitts und Nevis und Monserrsat natürlich.