(29.03.09 / ch) Drückt uns die Daumen, dass uns unsere Insel (Saint Thomas mit der Hauptstadt Charlotte Amalie) Glück bringt
und wir heute Abend aufs Podium steigen können! Vor zwei Stunden sind wir vom letzten Rennen der St. Thomas International Rolex Regatta zurück gekommen. Nach drei Tagen entspannten Segelns haben wir zwar keine Aussicht auf eine Rolex da wir diesmal nur in der Ohne-Spinnaker-Klasse gestartet sind. Aber immerhin können wir so unseren vorvorvorletzten Platz von St. Maarten wieder ein bisschen gut machen. Thomas hat sich die letzten Tage zwar während des Segelns ziemlich gelangweilt dafür waren die Parties aber ganz gut. Der St. Thomas Yachtclub ist ähnlich klein und schön an einem Strand gelegen wie in St. Croix. Und dadurch, dass hier zwar nur gut 50 große Boote aber noch gut zwanzig IC24s (5-Mann Boot mit Spinnaker) starten, ist das Publikum auch mal wieder etwas jünger.Auch unsere Mannschaft ist diesmal etwas jünger aber nicht ganz so zahlreich. Deshalb hat Tom, der Eigner wohl auch entschieden, dass wir mal lieber ohne Spinnaker fahren. Die letzten drei Tage hatten wir ziemlich gute Wetterbedingungen, die Wettfahrleitung hier war total auf zack und es gibt keine Brücke auf deren Öffnungszeiten man Rücksicht nehmen muss. Zudem sind wir keine Ups-and-Downs gesegelt sondern immer Kurs entlang der Küste oder um die vielen kleinen Inseln und Riffe, die sich zwischen St. Thomas und St. John befinden. Eine Person muss also immer mal wieder einen Blick auf die Karte werfen. Gary ist darin schon geübt, denn er hat diese Regatta schon diverse Mal mitgesegelt und kennt die Gegend und die Tricks der Wettfahrtleitung. Einige andere Boote mussten allerdings ihren Taktiker schon nach dem ersten Tag entlassen, auf Grund eines falsch gesegelten Kurses!
Leider sind auch hier wieder weniger Boote am Start als in den letzten Jahren. Das größte Boot der Regatta ist die Kialoa V, ein ehemaliger Teilnehmer des Whitebread-Round-the-World. Leider nicht mehr ganz so schnell aber immer mit knapp 35 Leuten an Bord. Wie lange die wohl morgens brauchen, um ihre Sandwiche zu machen?? Außerdem ist die Vincicolore, ein brandneuer 55-Fuss-Racer aus Neuseeland hier. Krass anzusehen. Ansonsten sind viele „bekannte“ Boote aus St. Maarten hier. Das macht natürlich Spaß, die Leute wiederzusehen und nicht mehr so ganz alleine an der Bar zu stehen!